Die ersten Schritte: Aufräumen, Entrümpeln und Saubermachen

Bevor die eigentliche Arbeit der Homestager in Angriff genommen werden kann, sind die ersten Schritte das Aufräumen, das Entrümpeln und das Säubern der einzelnen Zimmer. In einigen Immobilien kann dieses Vorgehen bereits einen enormen positiven Effekt erzielen. Das professionelle Entrümpeln beinhaltet unter anderem eine De-Personalisierung des Objektes.

Aufräumen und Entrümpeln – der Abschied von Unnötigem

Nostaligische Fotos

Nostalgische Fotos sind persönliche Erinnerungen, die von Fremden nicht oder falsch verstanden werden. Bild © Rainer Sturm / pixelio.de

Aufräumen bedeutet Ordnung schaffen und die neu gewonnene Ordnung macht vor allem einen guten Eindruck bei Kaufinteressenten. Der Blick wird nicht durch das Chaos an einigen Stellen gestört, sondern ist frei für die positiven Eigenschaften eines Raumes. Das richtige Aufräumen will jedoch gelernt sein. Bei dem Auszug und dem damit einhergehenden Verkauf der Immobilie, sollten die einzelnen Dinge nicht einfach nur wieder im Schrank verschwinden. Es ist auch die ideale Zeit zum Ausmisten.

Aufräumen und Entrümpeln benötigt Zeit und ist vor allem lästig. Mit einigen Tipps, lässt sich der eigene Schweinehund überwinden und die Aufräumaktion erfolgreich meistern. Zunächst sollte Schritt für Schritt vorgegangen werden. Das große Ganze – in diesem Fall die komplette Immobilie – schreckt oft ab. Beginnen sollten Bewohner daher mit dem Fußboden: Räumen Sie alles weg, was im Weg steht und den Raum nur unnötig vollstopft. Mit einem leeren Fußboden wirkt das Zimmer meist schon ordentlicher. Als nächstes folgt eine Ecke des Zimmers, in der schnelle Erfolge erzielt werden. Es ist wichtig, dem Kopf das Gefühl zu geben, dass das Aufräumen eine Aktion von wenigen Minuten ist – das motiviert und entspricht sogar der Wahrheit, denn in der Regel benötigt jede Ecke für sich nur wenige Minuten.

Während des Aufräumens können bereits einige Sachen ausgemistet werden. Hierbei ist es in der Verkaufsphase hilfreich persönliche Dinge aus der Wohnung zu entfernen. Räumen Sie daher alle Fotos, Urkunden und kürzlich gelesene Zeitschriften weg. Während des Aufräumens lassen sich idealerweise bereits erste Umzugskartons füllen.

Sauberkeit hinterlässt einen positiven Eindruck

Putzeimer mit Schrubber

Saubere Räume und ein frischer Duft sorgt für mehr Wohlbefinden bei Kaufinteressenten. Bild © Rainer Sturm / pixelio.de

Nach dem Aufräumen und Ausmisten kommt es zum Säubern der einzelnen Räume. Da bereits viele unnötige Dinge aus den Zimmern gewichen sind, können auch die Stellen gereinigt werden, die sonst durch persönliche Wertgegenstände verdeckt wurden. Es kommen zudem Flecken zum Vorschein, die zuvor nicht gesehen wurden. Nehmen Sie sich für diesen Schritt viel Zeit, denn je sauberer eine Immobilie erstrahlt, umso größer ist der positive Eindruck.

Extremfälle wie Schimmelablagerungen oder hohe Staubschichten auf den Schränken, vermitteln den Eindruck, dass die Immobilie baufällig und weniger wert ist. Der Kaufinteressent sieht die viele Arbeit, die er nach Erwerb des Objektes machen müsste.

Unter dem Säubern der Räume verstehen sich dementsprechend das Abstauben der Möbel, die Putzen des Fußbodens und das Reinigen der Fenster. Bei Vitrinen sollte auch das Schrankinnere ausgewischt werden. Textilien, wie Sofabezüge und Kissen, sollten auf Flecken untersucht und bei Bedarf ebenfalls gereinigt werden. Vergessen Sie auch nicht die Gardinen oder Vorhänge, falls vorhanden.

Wieso ist das De-Personalisieren so wichtig?

Wer einige Monate bis Jahre in einer Immobilie gehaust hat, hat seinen ganz persönlichen Stil mit in die Einrichtung gebracht. Meist entsteht ein typischer Geruch und viele Menschen behaupten, dass anhand der Einrichtung der Charakter eines Menschen ablesbar ist. Für private Bekanntschaften mag dieser Umstand von Vorteil und sehr interessant sein, bei dem Kennenlernen des potenziellen Käufers einer Immobilie, kann dies zum Abschrecken führen.

Jede Person hat seinen individuellen Wohnstil. Wenn der Stil einer Wohnung von der eigenen abweicht, kommt es eventuell zu negativen Stimmungen oder gar Reaktanz. Oftmals können Menschen es nicht beschreiben, wieso sie sich in einer Immobilie nicht wohlfühlen. Um Diskussionen um den eigenen Geschmack zu vermeiden, sollten daher jegliche persönliche Gegenstände entsorgt werden. Eine besondere Auszeichnung beispielsweise kann dazu führen, dass der bisherige Besitzer als Angeber betitelt wird, eine DVD die im Regal steht kann ebenso Vorurteile hervorrufen, die (meist unbewusst) auf die Immobilie übertragen werden.

Ebenso hilft die De-Personalisierung dabei die Räume zu entrümpeln und diese auf diesem Wege größer erscheinen zu lassen. Bei den ersten Schritten des Home Staging geht es um den Grundsatz: Weniger ist Mehr.